1. Wer bist du - und wofür steht sani whoo?
Ich bin Sanaz - Mutter, Gründerin und Designerin.
sani whoo ist mein Weg, persönliche Verbindung sichtbar zu machen: durch Schmuck, der mehr ist als Accessoire. Jedes Stück steht für ein Gefühl, eine Geschichte, eine Geste. Handmade, persönlich, mit Herz – und nie von der Stange.
2. Wie ist dein erstes Schmuckstück entstanden?
Nach der Geburt meines Sohnes Casper habe ich ein Armband gestaltet – aus dem Wunsch heraus, unsere Verbundenheit zu zeigen, ohne viele Worte. Es war verspielt, persönlich - und nur für uns. Genau dieses Gefühl ist bis heute der Kern von sani whoo.
3. Du hast bereits ein Fine Jewelry Label mitgegründet - warum jetzt sani whoo?
Die Erfahrung war wertvoll - aber ich wollte zurück zu dem, was sich für mich echt anfühlt. Keine großen Namen, keine überladene Exklusivität. Ich wollte etwas erschaffen, das nahbar ist, emotional, handgemacht. sani whoo ist mein persönlicher Ausdruck von Gestaltung mit Bedeutung.
4. Was unterscheidet deine Arbeit von anderen?
Ich fertige nicht für Trends - sondern für Menschen. Ich spüre sehr schnell, ob ein Material zu sani whoo passt, wie es sich kombinieren lässt, was es auslösen wird. Mein Instinkt ist mein wichtigstes Werkzeug. Jedes Stück entsteht aus einem Gefühl – und genau das spüren meine Kundinnen.
5. Was bedeutet Schmuck für dich?
Für mich war Schmuck nie bloß Schmuck. Ich trage ihn nicht, um etwas zu zeigen, sondern um mich mit etwas zu verbinden. Mit meinem Kind. Meinem Mann. Oder mit mir selbst. Es ist etwas, das ich jeden Tag bei mir habe. Nicht, weil es glänzt, sondern weil es etwas bedeutet. Ein stilles Statement. Für das, was zählt.
6. Was inspiriert dich?
Ich liebe den Stil der 90er, aber meine Ideen entstehen im Hier und Jetzt. Mich inspiriert das Material selbst: Formen, Farben, Haptik. Ich erkenne auf den ersten Blick, ob etwas zu sani whoo passt. Das ist Intuition, aber auch Erfahrung. Manchmal reicht ein neuer Stein oder eine bestimmte Kombination, und ich weiß sofort, was ich daraus mache. Inspiration ist für mich kein Konstrukt, sondern ein Prozess im Tun.
7. Welche Materialien verwendest du?
Ich arbeite mit Edelsteinen, Süßwasserperlen, Perlmutt und 925er Silber. Hochwertig, aber nicht elitär. Ich wähle mit Bedacht - nach Gefühl, nicht nach Glanz. Meine Materialien sollen begleiten, nicht beeindrucken.
8. Was steckt hinter dem Namen sani whoo?
„sani“ ist mein Spitzname. „whoo“ steht für das englische „who?“ - gleichzeitig klingt es wie das „Hu“ aus meinem Nachnamen Hughes, so wie man ihn in Deutschland ausspricht. Der Name spielt mit Identität: mit der, die mir zugewiesen wird - und der, die ich selbst definiere. Und ja, ein Augenzwinkern ist auch dabei.
9. Wie prägt dein multikultureller Hintergrund deine Gestaltung?
Ich bin in Teheran geboren, in Köln aufgewachsen, mein Mann ist Engländer. Ich denke in Kontrasten. In meiner Arbeit begegnen sich kulturelle Codes, persönliche Erinnerungen und neue Kombinationen. Ich arbeite nicht nach Regelbuch - ich arbeite nach Gefühl.
10. Was bedeutet Sichtbarkeit für dich?
Sichtbarkeit heißt für mich nicht, laut zu sein - sondern klar. Mit Haltung. Ich glaube an leise Marken mit echtem Kern. sani whoo ist genau das: sichtbar, fühlbar, aber nicht aufgesetzt.